| Scheda | 9 |
| Nome immagine | mudima_9.jpg |
| Materiale | vergoldetes Holz, getriebenes Silber |
| Autore | Biagio Guariniello, argentiere napoletano |
| Datazione | 1740 |
| Provenienza | Kapitelsäle der Kathedrale von Altamura |
| Punzoni | */ A • G; A • G / C; NAP 740 gekrönt |
Reliquiar
Das Reliquiar besteht aus einer getriebenen Silberplatte, die an einer Holzarmatur festgenagelt wurde. Die Platte steht auf zwei spiralförmigen Füßchen und wurde mit gleichgroßen Voluten geschmückt, die durch ein Pflanzenelement in der Mitte miteinander verbunden wurden. Der Knoten ist gemischtlinig mit Spiralen profiliert und mit Akanthusblättern geschmückt. In der Mitte des Reliquiars sind drei ovale Öffnungen, die mit Glas abgedeckt sind. Im Inneren sind die Reliquien des Hl. Barnabas Apostel, des Hl. Theodor Märtyrer und des Hl. Martin. Die drei Schaukästchen werden von Voluten umgeben, auf deren Spitze sich ein Lilienkreuz befindet. Zwei Erzpriester von Altamura haben auf der Rückseite drei Wachsstempel hinterlassen. Der Äußere gehört Msgr. Carlo Giuseppe Cecchini (1904 - 1909), während an den anderen zwei der drei Schaukästchen, der Wachsstempel Msgr. Federico Guarini (1818 - 1828) gehört (Denora-Tota 2012, S. 129-130; 114). Das gut verarbeitete Reliquiar wird von einer reichen Rokokodekoration gekennzeichnet, typisch für die neapolitanische Goldschmiedproduktion des achtzehnten Jahrhunderts (Cascione 2000, S.62). Dank der Identifizierung der Punzen auf dem linken Fuß, auf dem man den Silberstempel (Catello 1996 p.16-17) erkennen kann, ist es möglich, das Reliquiar auf das Jahr 1740 zu datieren und den neapolitanischen Silberschmied ausfindig zu machen: Antonio Guariniello (Catello 1996 S.54), der das Reliquiar im Jahr seines Konsulats anfertigte (Catello 1996, S.32).



