Scheda8
Nome immaginemudima_8.jpg
Materialevergoldetes Holz, getriebenes Silber
AutoreA.A.P. neapolitanischer Silberschmied
Datazioneerste Hälfte des 18. Jahrhunderts
ProvenienzaKapitelsäle der Kathedrale von Altamura
PunzoniA. A. P .; D.G./C .; NAP gekrönt

Reliquiar

Das Reliquiar stützt sich auf einer Basis aus vergoldetem Holz und einer Holzarmatur, auf der getriebene Silberfolien angeordnet sind. Von den Füßen aus ragen zwei pflanzenförmige Voluten, die von einem Akanthusblatt verbunden werden, das sich entlang des Knotens wiederholt. Aus dem ovalen Schaukästchenchen ragt ein Medaillon, das vier Reliquien enthält. Es wird von Blattspiralen gekrönt, die auch entlang des gesamten Profils des Werkes zu sehen sind. Auf Papierstreifen steht: Hl. Anna, Hl. Joachim, Hl. Joseph, Grab der Jungfrau Maria. Auf der Rückseite befindet sich ein nicht identifiziertes bischöfliches Wappen aus Siegelwachs. Die Spitze des Reliquiars besteht aus einem blumenförmigen Kreuz. Auf dem linken Fuß wurde der Silberstempel mit dem Jahr eingeprägt (nicht mehr lesbar) und der konsularische Silberstempel, der Domenico Giordano gehörte. Er war in den Jahren 1721, 1724, 1727, 1733, 1736, 1739, 1744, 1747, 1748 (Catello 1996, S. 32) tätig. Auf dem rechten Fuß kann man deutlich A. A. P. lesen. Diese Erkennungspunze gehörte sicherlich zu einem qualifizierten neapolitanischen Silberschmied, der jedoch noch nicht identifiziert wurde (Catello 1996, S. 51). Vergleicht man ähnliche apulische Goldschmiedarbeiten (Boraccesi. 2003, S. 46), so kann man die Tätigkeit des unbekannten Künstlers in einen Zeitraum zwischen 1737 und 1750 einordnen. Dank der Identifizierung der konsularischen Marke, vermutet man, dass der Künstler etwas früher mit seiner Tätigkeit begann: im Jahre 1721. Im Schaukästchen befindet sich auch ein silbernes Medaillon, dass mit einem Stoffband ausgestattet ist. Darin befinden sich drei weitere Reliquien. In kleinen Kartuschen stehen die Namen vom Hl. Vitus, Hl. Modesto Märtyrer und Hl. Gurrado.