Scheda10
Nome immaginemudima_10.jpg
Materialevergoldetes Holz, getriebenes und ziseliertes Silber
Autoreunbekannter neapolitanischer Silberschmied
Datazione1832 – 1872
ProvenienzaKapitelsäle der Kathedrale von Altamura
IscrizioneLuca de Samuele Cagnazzi
PunzoniKopf Parthenopes im Profil N / 8
BibliografiaBruno 1994, S. 69-70; Catello 1996, S. 19-20; Boraccesi 2016, S.70.

Reliquiarenpaar

Das identische Reliquiarenpaar besteht aus ziselierten Silberfolien, die an einer Holzarmatur befestigt wurden. Jedes Werk kennzeichnet sich durch eine Basis aus, die von zwei glatten rechteckigen Füßen gebildet wird. Überragt werden die Füße von zwei Voluten, die von Akanthusblättern profiliert werden. Das Ganze konvergiert mit dem kegelförmigen Schaft. Letzterer weist eine blattädrige und palmierte Dekoration auf, die an der Unterseite mit einem kleinen Knauf in palmettenform endet. Entlang des kleinen Halsringes verläuft eine pflanzenförmige Girlande, die von kleinen Rosen überschnitten wird. Vom Band aus ragt ein symmetrisches Blätterpaar, auf denen sich das große Oval mit den Reliquien stützt. Das Schaukästchen wird von einer feinen Gravierarbeit mit Ranken verziert, an denen Blätter und Röschen einen gewundenen Verlauf annehmen. Pflanzenförmige Kronen sitzen auf den beiden Spiralen und ein Lilienkreuz mit kleinen Strahlen an der Kreuzung der Arme bilden den Abschluss der Reliquiare. Die beiden Werke, die von Giovanni Boraccesi untersucht wurden (2016, S.70), unterscheiden sich durch die Buchstaben A und B auf der Rückseite. Sie beinhalten in dieser Reihenfolge jeweils vierzig und dreißig Reliquien. Don Nicola Gesualdo war bei seiner Arbeit sehr präzise: alle Reliquien wurden im Jahre 1912 in einem Inventar festgehalten (Bruno 1994, S. 69-70). Auf den Silberbeinen kann man den Namen Samuele de Luca Cagnazzi lesen. Er war Erzdiakon der Stadt von Altamura und spendete diese Reliquien 1844. Dieses Datum kann man nochmals in einem Inventar von 1847 wiederfinden. Es befindet sich im historischen Archiv der Diözese von Altamura. Auf beiden Reliquiaren ist der Silberstempel sichtbar: zweimal am Fuß und an der Seitenkante; der Kopf der Parthenope im Profil mit dem Buchstaben N, der für nostrale steht, bzw. im Reich hergestellt; die Ziffer 8 entspricht dem Feingehalt des Silbers. Diese Marke wurde zwischen 1823 und 1872 verwendet (Catello, 1996, S. 19-20).