| Scheda | 23 |
| Nome immagine | mudima_23.jpg |
| Materiale | gemeißelter Stein |
| Autore | Unbekannter süditalienischer Bildhauer |
| Datazione | Hälfte des XV. Jh. |
| Provenienza | Kapitelsäle der Kathedrale von Altamura |
| Iscrizione | Auf der Steinplatte an den Seiten des Kopfes des Heiligen sind die Buchstaben S und A |
Darstellung des Hl. Antonius der Große
Die Skulptur stellt den hl. Antonius der Große dar. Dies kann man an den ikonografischen Attributen erkennen: in seiner linken Hand hält er einen Stab mit einer Glocke fest und in seiner rechten befindet sich ein offenes Buch. Zu seinen Füßen, auf der rechten Seite, ist ein kleiner Hund und auf der linken einige Flammen mit sichtbaren Spuren roter Farbe. Der Heilige Antonius ist Schutzpatron der Haustiere, somit lässt sich die Darstellung des Hundes erklären; die Flammen hingegen zeugen von seinem Kampf gegen den Teufel während seines asketischen Lebens. Die Robe des Hl. Antonius ist typisch für Einsiedler. Sie wurde mit einem harten Strich definiert und begrenzt seinen Körper mit Stärke und Kompaktheit. Seine einzige Bewegung besteht in der fast unmerklichen Beugung des rechten Knies. Das Gesicht des Heiligen ist ausdruckslos und wird vom welligen Bart prädominiert. Die Figur ist ein integraler Bestandteil einer mit gemischtlinigen Motiven verzierten Steinplatte. Inmitten der Dekoration lesbar sind die Buchstaben S. und A. - die Initialen des Heiligen. Im äußerer Rahmen kann man Spuren der ursprünglichen Farben sehen. Die scharfkantigen und eckigen Striche einiger Teile der Robe und die leicht verlängerten Formen der gesamten Komposition lassen darauf schließen, dass das Werk um die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts angefertigt wurde - es ist weniger plastisch und statischer, als die Skulpturen der beiden Apostel Petrus und Paulus in diesem Museum. Die Anwesenheit einer Hintergrundplatte lässt vermuten, dass das Werk als Wandschmuck einer der Seitenkapellen der Kathedrale diente oder in einer alten Kapelle hing, die dem heiligen Eremiten geweiht war und in der Stadt dokumentiert ist (vgl. T. Berloco in Altamura 1983-84) ) - genauso wie viele weitere Werke dieser Typologie, die auf dem apulischen Territorium gefunden werden können (siehe Gelao 2004, S. 63).



