| Scheda | 53 |
| Nome immagine | mudima_53.jpg |
| Materiale | Holz geschnitzt, vergoldet und bemalt |
| Autore | Giuseppe Nicola Altieri |
| Datazione | 1697 |
| Provenienza | Kirche des San Francesco di Paola |
| Iscrizione | «hoc simulacrum serva t præclara laude ioa(n)nem | gente capistrana fidei defensor, et auctor, | ecclesiæ tutor, christi tuba, tum ordinis arde(n)s | fauctor in orbe decus: tum veri cultor, et æqui, | et vitæ speculum, doctrinæ |
Hl. Johannes Capistranus
Die Skulptur wurde zum ersten Mal während der Ausstellungen im Palazzo Loffredo in Potenza (2009) richtig wertgeschätzt und später auch im renommierten Palazzo Medici Riccardi in Florenz (2010). Das Werk stellt den Hl. Johannes Capistranus dar. Es ist ein wertvolles Zeugnis der skulpturalen Aktivität des Künstlers Giuseppe Nicola Altieri aus Altamura. Berloco war der erste der die Skulptur, samt der Inschrift und der Unterschrift, der Kritik vorstellte. Er berichtet (1977-1978, S. 199-200, 220, Fig. 1, Fußnote 34), dass sie sich ursprünglich im Kloster des Hl. Franziskus von Assisi in Altamura befand, bevor das Kloster zerstört wurde. Nach den napoleonischen Unterdrückungen wurde sie 1867 in die Kirche des Hl. Franziskus von Paola versetzt, wo sie bis vor einigen Jahren noch stand, bevor sie ihren aktuellen Aufenthaltsort erlangte. Der Heilige trägt eine graue Albe, die in der Taille von einem Zingulum zusammengehalten wird. Dies unterbricht die Kontinuität der Drapierung und bringt somit dichte Falten zum Vorschein. Die weiche Wiedergabe des Modells und die naturalistische Beschreibung der Details verleihen dem strengen Gesicht des Heiligen einen starken Sinn für die Wahrheit. Die große Geschicklichkeit in der Behandlung von Oberflächen und in der expressiven Wiedergabe lässt keinen Zweifel an der künstlerischen Gestaltung von Altieri aufkommen. Gesucht wird noch Beweismaterial, das bezeugt, dass der Künstler sich, wie sein Vater Filippo, in Neapel in den Werkstätten einiger bekannter Bildhauer aufhielt und auf diese Weise in Kontakt mit der pathenopäischen künstlerischen Kultur kam. Die Skulptur des Hl. Johannes Capestranus wurde auf das Jahr 1697 datiert. Es finden sich stilistische Konkordanzen mit der zeitgenössischen neapolitanischen Holzproduktion. In dieser Hinsicht ist der Vergleich mit den Werken von Gaetano Patalano gerechtfertigt, vor allem mit dem Hl. Antonius von Padua in der Santa Chiara Kirche in Lecce, hergestellt 1692 (siehe dazu R. Casciaro, Sculture 2007, S. 246-247, Nr. 41). So z.B. die Ausdruckskraft der Verbundenheit, die feierliche Haltung und die sorgfältige naturalistische Ermittlung. Das Augenmerk des Künstlers richtet sich hauptsächlich auf die Werke seines Vaters Filippo, sowohl während seiner ersten Ausbildung, als auch durch das Nacheifern der Techniken und der bildhauerischen Probestücke in der Werkstatt, die er nach dem vorzeitigen Tod seines Vaters 1684 übernommen hatte.



