Scheda34
Nome immaginemudima_34.jpg
MaterialeHolz geschnitzt, vergoldet und bemalt
AutoreUnbekannter süditalienischer Bildhauer
DatazioneMitte des 17. Jahrhundert
ProvenienzaKapitelsäle der Kathedrale von Altamura
IscrizioneS. VITUS

Reliquienbüste des Hl. Veit

Die bemalte Büste aus vergoldetem Holz stellt den Hl. Veit dar. Typisch für seine Ikonographie ist das Aussehen eines Jünglings - übereinstimmend mit den Legenden und der Hagiographien soll ihn der Tod in kindlichen Jahren eingeholt haben: in seiner rechten Hand hält er das Evangelienbuch und seine linke zeigt nach oben und hielt mit großer Wahrscheinlichkeit einmal ein Palmenblatt oder das Kreuz - beides Symbole des Martyriums. Der Heilige trägt eine goldene Tunika und einen Umhang, dessen Enden zentral von einem vergoldeten Metallmedaillon festgehalten werden. Das Medaillon hat die Funktion einer Brosche, in der die Reliquie ist. Die Rückseite der Büste hat eine viereckige Öffnung, um den Zustand der darin enthaltenen Reliquie zu überprüfen. Das Reliquiar wurde kürzlich einer Restaurierung unterzogen, die es erleichtert hat, das Werk als Ganzes zu betrachten. Die Gesichtszüge sind tatsächlich die eines jungen, leicht verträumten Mannes, die nicht wirklich zum Rest der Ausführung passen. Das Reliquiar ist das Handwerk eines lokalen Künstlers, der eine gewissen Schicklichkeit aufweist und der bereits Modelle der parthenopeischen Hauptstadt assimiliert hatte. Die braunen Augen bestehen aus Glaspaste. Die Büste wurde auf einer sechseckigen grünen Holzplatte platziert. Auf der Vorderseite kann man die Inschrift mit dem Namen des Heiligen lesen. Die Inschrift wurde durch eine Kratztechnik angefertigt. Von einem stilistischen Standpunkt aus gesehen und vom Vergleich mit anderen Werken aus der selben Zeit aus dem Territorium, kann das Werk auf die Hälfte des XVII. Jahrhunderts datiert werden: die kompositorische Festigkeit der klassizistischen Reminiszenz, die nur von den regelmäßigen Falten im Gewand bewegt wird. Die Falten verbreiten sich von der Hüfte aus und werden von einem Gürtel auf der Tunika festgehalten (vgl. Sculture 2007). Der Künstler ist unbekannt. Das Werk wird somit einem guten süditalienischen Handwerker zugeschrieben. Die Verbreitung des Kultes des Heiligen in Altamura ist wahrscheinlich mit der Legende verbunden, die sein Martyrium und seinen Tod im nahegelegenen Lukanien festlegen. Was jedoch wahrscheinlicher ist, ist dass der Hl. Veit in die Gruppe der Heiligen Nothelfer eingeführt wurde, deren Fürsprache bei besonderen Anlässen oder zur Heilung bestimmter Krankheiten als sehr wirksam betrachtet war. Der hl. Veit wurde beschworen, um von der Lethargie und von Bissen giftiger Tiere geheilt zu werden. Er wird heute als Schutzpatron der Epileptiker angesehen.