| Scheda | 68 |
| Nome immagine | mudima_68.jpg |
| Materiale | Papier mit Lederbezug |
| Autore | ignoto |
| Datazione | 1698-1711 |
| Provenienza | Diözesanarchiv Abteilung Altamura |
Verwaltungsregister der Assunta
Die beiden ausgestellten großen Verwaltungsregister gehören zum Verwaltungsbereich des Domkapitels. Eines ist ein Register der Verwaltung der Masserien, die im Besitz des Kapitels der Assunta waren. Es handelt sich um ein großes und imposantes Papierband, das in Leder gebunden wurde bestehend aus Pappplatten und mit einer Verschlussklappe versehen. In Übereinstimmung mit vier Lederstreifen sind auf der Rückseite die externen Nähgänge sichtbar. Die Bindung ist in einem schlechten Zustand, insbesondere am Umschlag. Dieses ist das letzte Werk einer Reihe von Archiveinheiten, die zweieinhalb Jahrhunderte Rechnungsführungen der Masserien decken. Die Verwaltung wurde anfangs direkt vom Kapitel durch den „Bevollmächtigen der Masseria“ geleitet und später von einem Dritten durch Pachtverträge betreut. Im Register wurden jährlich minuziös die verschiedenen Einkommens- und Ergebniselemente notiert, die mit der Verwaltung der Masserien in Zusammenhang standen. Darin wurde die Anzahl der Tiere, die Art und Menge der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen, die Kosten für das Personal, das auf den Feldern eingesetzt wurde, die Einnahmen, die aus dem Verkauf von Fleisch, Wolle, Käse usw. erzielt wurden, verzeichnet. Das Register hat sogar einen historischen Wert, da der Autor auf einer Seite des Buches (S. 408 Vs.) die schreckliche Geschichte der Plünderung der Stadt seitens der Armee des Kardinals Ruffo während der Rebellenbewegungen von 1799 geschildert hat. Diese Nachricht berichtet von den unruhigen und tragischen Stunden in Altamura. Die emotionale Konfrontation und die sozialen Konsequenzen der Geschichte haben den anonymen Autor dazu gebracht diesen Bericht mit den hebräischen Worten Zecher L'Churban zu betiteln. Diese Worte können nicht genau übersetzt werden, jedoch bedeuten sie in etwa "Erinnerungen an die Zerstörung" und beziehen sich auf die Praktiken der Juden, um an die Zerstörung Jerusalems zu erinnern.



